Blinden- und Sehbehinderten-Verband Sachsen-Anhalt schaltet neue Website frei

Barrierefreier Informationszugang für Blinde und Sehbehinderte

Seit dem 12. Juli 2017 ist der neue Internetauftritt des Blinden- und Sehbehinderten-Verbandes Sachsen-Anhalt (BSVSA) online.

Unter www.bsvsa.org finden Betroffene und ihre Angehörigen eine Vielzahl von Informationen und Angeboten rund um das Thema "Blindheit – Sehbehinderung – Augenerkrankungen".

Christel Pildner, die Vorsitzende des Verbandes, erklärt dazu:

"Damit blinde und sehbehinderte Menschen mit entsprechender Hilfstechnologie Internetseiten barrierefrei nutzen können, müssen bestimmte Anforderungen an die Gestaltung und Formatierung der Seiten beachtet werden, wie Kontrast, Vergrößerungsmöglichkeit, korrekte Beschriftung von Grafiken, Gestaltung von Links, Überschriften und vieles mehr."

"Mit der Agentur feld.wald.wiese haben wir einen guten Partner dafür gefunden", so Pildner.

"Der bisherige Internetauftritt des Verbandes hat nun ausgedient. Nach mehr als 15 Jahren wurde es Zeit für etwas Neues, das der technischen Entwicklung gerecht wird, etwa der Internetnutzung mit dem Smartphone", meint Bernd Peters, Leiter der Geschäftsstelle des BSVSA.

Er unterstreicht die Unterstützung der Techniker Krankenkasse (TK), die das Projekt der Neuerstellung des Internetauftritts gefördert hat.
"Ohne diese Unterstützung hätten wir das Projekt nicht stemmen können", bedankt sich Peters.

Wesentliche Neuerungen auf der Website sind die Veränderbarkeit der Schriftgröße, die Umstellung der Seitenfarben und nicht zuletzt die Vorlesefunktion der Seiteninhalte mit einer natürlich klingenden Stimme.

Eine kleine Einschränkung gibt es noch, da noch nicht alle Seiten umgestellt sind. Das soll aber zügig erfolgen.

Der Blinden- und Sehbehinderten-Verband setzt sich dafür ein, dass nicht nur öffentliche Anbieter wie Behörden und Sozialleistungsträger, sondern auch private Anbieter die Anforderungen an die Gestaltung von Internetangeboten für Blinde und Sehbehinderte besser beachten.

Auch der öffentliche und private Rundfunk müssen ihr Programm stärker an Bedürfnissen von behinderten Menschen orientieren. Für Blinde und Sehbehinderte bedeutet das, dass mehr Sendungen mit zusätzlichen sprachlichen Erläuterungen gesendet werden, die Betroffene auf einem speziellen Tonkanal empfangen können.

Derzeit strahlen ARD und ZDF weniger als 10 % ihres Programms mit dieser "Audiodeskription" aus.

Hintergrund

In Sachsen-Anhalt leben mehr als 3.000 blinde Menschen, rund 2.000 sind hochgradig sehbehindert mit einem Sehvermögen von weniger als 5 %, weitere rund 15.000 gelten als sehbehindert. Dazu kommen zahlreiche Betroffene mit altersbedingten Seheinschränkungen.

Der Blinden- und Sehbehinderten-Verband Sachsen-Anhalt vertritt deren Interessen gegenüber Politik und Öffentlichkeit. Er setzt sich für Barrierefreiheit und soziale Anliegen dieses Personenkreises ein.

Mehr als 1.000 Mitglieder treffen sich regelmäßig in vier regionalen Bezirks- und rund 50 Selbsthilfe- und Interessengruppen.

Der Verband verfügt über vier Beratungsstellen, die unter der Marke "Blickpunkt Auge" Menschen mit Seheinschränkungen und Augenpatienten beraten.

Eine mobile Beratungsstelle trägt dieses Angebot auch in kleinere Städte und Gemeinden in Sachsen-Anhalt.

Pressekontakt

Bernd Peters
Leiter der Geschäftsstelle
Hanns-Eisler-Platz 5
39128 Magdeburg

Telefon: 03 91 - 2 89 62 39
Fax: 03 91 - 2 89 62 34
E-Mail: info@bsvsa.org

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